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Die letzten Wochen war ich sehr intensiv an dem Graffiti-Kunstprojekt mit SchülerInnen aus der Polytechnischen Schule Großraming dran. Da wurde bis tief in die Nacht gearbeitet, das Thema diskutiert, Ideen gesammelt und Schablonen gestaltet und ausgeschnitten. Manchmal sah man Jungs mit dem Bügeleisen und gleich daneben bohrten und schraubten Mädchen an einem Holzgerüst. Verkehrt könnte man meinen. Aber für mich ist das ein Zeichen dafür, dass Jugendliche durch Neugierde und ohne Vorurteil Erfahrungen machen können, die das Leben verändern. Man traut sich darüber nachzudenken, was wäre wenn ich einen für mich als Mädchen/Jungen untypischen Beruf ergreifen würde. Nach einer kurzen Nacht starteten wir am nächsten Morgen mit einem kräftigen Frühstück in den Tag. Vorbereitet und angerichtet von der Religionslehrerin der SchülerInnen. Sie war jedes Mal begeistert von der Kreativität, Ideenvielfalt und den tiefgehenden Themen, die behandelt wurden.

In drei Gruppen wurden Kunstwerke als regionaler Beitrag für die aktuelle Ausstellung im Museum Arbeitswelt "At your service" gestaltet.

Die erste Gruppe hat sich zum Thema Jugendarbeitslosigkeit in Europa Gedanken gemacht. Die zweite war von einem Bericht aus dem Mercedes-Werk in Dortmund so betroffen, dass sie in ihrem Bild Auswirkungen der Abwanderung von Großbetrieben sichtbar machen wollte. Die dritte und letzte Gruppe gestaltete ihr Werk zum Thema Werbung und was hinter den Produkten und deren Produktion steckt.

(Quelle: Markus Pichler)